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Alles, was sonst nirgends passte, aber unbedingt auf unsere Seite wollte:


Auch die Presse hat uns inzwischen bemerkt:

 
 
     
 
Badische Zeitung vom Mittwoch, den 5. Oktober 2005:

Entspannt zurücklehnen und starten
Vereint im Verein: Die Freiburger Liegeradgruppe geht regelmäßig auf große Tour und tauscht sich beim Stammtisch aus (von unserer Mitarbeiterin Anja Bochtler)

FREIBURG. An Fragen und alle möglichen Sprüche sind sie gewohnt. Wenn sie auftauchen, kriegen sie häufig einiges zu hören. „Schlaft ihr denn nicht ein?“ Oder: „Liegt ihr bequem?“ Die Liegerad-Freunde lassen sich nicht aus der Ruhe bringen – und fahren einfach gut gelaunt weiter. Wenn Michaela Lüther losradeln will, lehnt sie sich erstmal bequem zurück. Dann legt sie die Beine hoch und fängt an zu treten. Das sieht gemütlich aus. Aber die Liegeradfahrer können auch richtig rasen: „Unsere Rennräder sind schneller als die herkömmlichen“, sagt Michaela Lüther. Ihr Liegerad gehört allerdings nicht dazu. Es ist ein „Oldtimer“, 18 Jahre alt und ziemlich schwer. Und ganz besonders praktisch, weil ein Dach vor Regen schützt. Das ist ideal für Einkaufstouren – und die macht sie immer mit dem Rad. Unpraktisch sind die Liegeräder höchstens, weil sie mehr Platz als andere brauchen. Auf den Wegen im Stadtgarten passen die Liegeradler gerade noch zu viert nebeneinander. Beim Wenden braucht jeder den ganzen Weg für sich. Claus Pagel fängt vorsichtig an, dann kommen Michaela Lüther, Eberhard Mayer und Uwe Kramm – immer einer nach dem anderen. Aber der Stadtgarten ist für sie nicht mehr als ein Treffpunkt. Ihre Touren gehen ganz woanders hin, Richtung Kaiserstuhl oder in die sonstige Umgebung, und sie können ruhig ein paar Stunden dauern. Solche Touren würde Eberhard Mayer auf keinem herkömmlichen Rad mehr machen wollen: „Spätestens ab 100 Kilometern wird das viel zu unbequem – da fangen die Handgelenke, die Sitzfläche und der Nacken an zu schmerzen.“ Das war für ihn Grund genug, aufs Liegerad umzusteigen. Den anderen ging’s ähnlich: „Das Gewicht beim ,normalen’ Radfahren liegt viel zu stark auf den Schultern“, sagt Michaela Lüther. Ihre Schultern und der Nacken waren da immer verspannt. Wenn sie mit dem Liegerad unterwegs ist, hat sie diese Probleme nicht. Darum hat sie ihr altes Rad ganz gegen ihr Liegerad eingetauscht und radelt auch auf kurzen Wegen nur noch im Liegen. Und egal ob im Alltag oder auf Tour: Sie sind alle ständig unterwegs. „Wir sind Vielfahrer“, sagt Claus Pagel, „darum ist uns der Komfort wichtig“. Über technische Details unterhalten sie sich bei ihren Stammtischen einmal im Monat. Aber längst nicht nur: Alle möglichen anderen Themen gehören genauso dazu. Wie viele von ihnen es in Freiburg gibt, weiß niemand so genau. „40 oder 50“, schätzt Eberhard Mayer. Aber eines sei sicher: „Wir werden mehr.“ Etwas völlig Neues sind Liegeradler in Freiburg natürlich nicht. „Früher gab’s hier viele Selbstbauer“, sagt Michaela Lüther. Die sind selten geworden und das „Bastel-Image“ aus den 70ern ist nicht mehr aktuell, bilanziert Claus Pagel. Längst werden Liegeräder in ähnlicher Auswahl wie herkömmliche Fahrräder angeboten, bis auf einen entscheidenden Unterschied: „Einfache Kaufhausräder, billige Massenware gibt es nicht.“ Liegeräder sind teuer: Ein gutes Tourenrad kostet 2000 Euro. Einfachere Gebrauchte gibt’s aber auch für rund 400 Euro. Und mittlerweile müssen sich Liegerad-Fans nicht mehr außerhalb Freiburgs umschauen: Der Fahrradladen „Radieschen“ im Stadtteil Vauban zum Beispiel hat sich auf sie eingestellt. Liegeradler-Stammtisch: Heute, Mittwoch, 5. Oktober, ab 20 Uhr im „Viva“, Barbarastraße/Ecke Robert-Koch-Straße.

 
     
 
 
     


 

Leider weiß ich nicht mehr, wo ich dieses "virtuelle" Fahrrad herhab'. (Ist doch eigentlich auch ein Lieger, oder?)


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